{"id":1686,"date":"2021-11-16T15:04:10","date_gmt":"2021-11-16T14:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ssvalais.ch\/geschichte-des-gsw\/les-sourds-et-la-vie-scolaire\/"},"modified":"2022-01-24T10:22:32","modified_gmt":"2022-01-24T09:22:32","slug":"die-gehoerlosen-und-die-schule","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/die-gehoerlosen-und-die-schule\/","title":{"rendered":"Die Geh\u00f6rlosen und die Schule"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=&#8220;Geschichte des Geh\u00f6rlosenverein Wallis&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:50px|text_align:center|color:%23000000|line_height:1.2&#8243; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;rst-heading-title&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1642583736735{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 45px !important;}&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row_content_no_spaces&#8220; el_id=&#8220;menu&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1640168850202{background-color: #f2f2f2 !important;}&#8220;][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1640168883470{padding-top: 35px !important;padding-bottom: 35px !important;}&#8220; el_class=&#8220;rst-custom-bg-menu&#8220;][vc_column_text el_class=&#8220;rst-menu-child&#8220;]<\/p>\n<ul>\n<li><strong><a href=\"\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/\">1. Worwort<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong><a href=\"\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/zeitachse\/\">2. Zeitachse<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong><a href=\"\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/die-gehoerlosen-und-das-vereinsleben\/\">3. Die Geh\u00f6rlosen und das Vereinsleben<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong><a href=\"\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/die-gehoerlosen-und-das-sozioprofessionelle-leben\/\">5. Die Geh\u00f6rlosen und das sozioprofessionelle Leben<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong><a href=\"\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/die-gehoerlosen-und-der-sport\/\">6. Die Geh\u00f6rlosen und der Sport<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong><a href=\"\/de\/verein\/geschichte-des-gsw\/die-gehoerlosen-und-die-religion\/\">7. Die Geh\u00f6rlosen und die Religion<\/a><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row_content_no_spaces&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1634095062517{margin-top: 50px !important;margin-bottom: 0px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;background-color: #ff0000 !important;}&#8220; el_class=&#8220;rst-box-note&#8220;][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1634032460801{padding-top: 0px !important;padding-right: 15px !important;padding-bottom: 0px !important;padding-left: 15px !important;}&#8220;][vc_custom_heading text=&#8220;4. Die Geh\u00f6rlosen und die Schule&#8220; font_container=&#8220;tag:h3|font_size:50px|text_align:center|color:%23ffffff|line_height:1.2em&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;rst-heading&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1642583767463{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;padding-top: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;}&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642583805615{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Vor G\u00e9ronde<\/h3>\n<p>Einer der ersten Menschen in der Schweiz, der sich f\u00fcr die Taubstummen interessiert, ist Pfarrer Heinrich Keller (1728-1802). 1786 ver\u00f6ffentlicht er \u00ab Recherchen \u00fcber verbesserte Unterrichtsmethoden f\u00fcr Taubstumme \u00bb. Trotzdem wird erst 1813 das erste Schweizer Institut f\u00fcr taubstumme Kinder in Yverdon er\u00f6ffnet.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642583968406{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">G\u00e9ronde<\/h3>\n<p>Im Wallis gibt es viele Taubstumme, aber bis zum Ende des XIX. Jahrhunderts sind die meisten sich selber \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Nach einem Besuch im Institut von Greyerz, gegr\u00fcndet 1890, ist Monsignore Blatter, Domherr der Kathedrale von Sitten und Gr\u00fcnder des Waisenheims f\u00fcr Geh\u00f6rlose, begeistert. Er spricht mit L\u00e9on Roten, Chef des Departements f\u00fcr Volksschulbildung und dem Staatsrat Maurice de la Pierre. Zusammen erarbeiten sie ein Projekt. F\u00fcr dessen Umsetzung wird eine Umfrage in allen Walliser Gemeinden \u00fcber die Anzahl ihrer Taubstummen gemacht. Es sind insgesamt 283 im ganzen Kanton. Im Dezember werden Vereinbarungen mit dem Ordinariat der Di\u00f6zese, Besitzer des fr\u00fcheren Klosters G\u00e9ronde in Sitten gemacht, mit dem Ziel, dort ein Institut f\u00fcr Taubstumme einzurichten. Dem Kanton Wallis wird eine mietfreie, unbefristete Nutzung des ehemaligen Klosters gew\u00e4hrt, unter der Bedingung, die notwendigen Reparaturarbeiten zu \u00fcbernehmen. Doktor Beck setzt sich im Grossen Rat f\u00fcr das Institut und die Taubstummen ein und das Projekt wird genehmigt. Drei Schwestern werden vom Institut Greyerz geschickt, um in G\u00e9ronde zu arbeiten. Die Er\u00f6ffnung des Instituts wird auf den 1. Oktober 1894 festgelegt.<\/p>\n<p>Bei Schulbeginn werden neunzehn Kinder den Ingenbohler Schwestern anvertraut. Die Walliserin Schwester Bernalde, die sich vorher um das Institut Greyerz gek\u00fcmmert hat, wird die Direktorin. Der Institutsgeistliche ist ihr Bruder, Pfarrer C\u00e9sar Jaggi.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge im Institut sind schwierig und die damaligen Zeitschriften rufen ihre Leser zu Spenden f\u00fcr das Institut auf, entweder in Form von Bargeld oder Naturalien. Die Pension kostet einen Franken pro Tag. Elektrizit\u00e4t und fliessendes Wasser werden 1898 installiert.<\/p>\n<p>1904 werden zwei Werkst\u00e4tten er\u00f6ffnet, ein Schuhmacher wohnt fest dort und ein Schreiner ein paar Tage pro Woche. So k\u00f6nnen Jugendliche einen Beruf erlernen. Eine Schwester, unterst\u00fctzt von einer anderen Lehrerin, unterrichtet junge M\u00e4dchen im N\u00e4hen. Die Sch\u00fcler wechseln zwischen Werkstatt und Schule.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;863&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;865&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584002431{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]1905 \u00fcbernimmt der Kanton Wallis den gr\u00f6ssten Teil der Unterhaltskosten. Das Institut z\u00e4hlt f\u00fcnfzig Kinder beider Geschlechter, im Alter zwischen 8 und 16 Jahren. F\u00fcr die j\u00e4hrlich stattfindende Pr\u00fcfung werden die Eltern und einige Vertreter von Beh\u00f6rden, darunter der Regierungsstatthalter des Bezirks, zu einem Besuch eingeladen. Die Lehrmethode der damaligen Zeit konzentriert sich vor allem auf die Bewegungen der Lippen und der Zunge. Nach der Pr\u00fcfung werden denjenigen Preise verliehen, die am deutlichsten aussprechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>1908 ergibt eine Untersuchung, dass es im Wallis 200 \u00ab anormale \u00bb Kinder gibt, die mehr oder weniger sich selber \u00fcberlassen sind. Die Chefs des Departements des Innern und des Departements f\u00fcr Volksschulbildung beschliessen daraufhin, das Institut von G\u00e9ronde f\u00fcr die \u00ab Anormalen oder Geistesschwachen \u00bb zu erweitern.<\/p>\n<p>Am 25. Januar wird ein Hilfswerk zu Gunsten des Instituts gegr\u00fcndet : \u00ab Le sou de G\u00e9ronde \u00bb (der Rappen von G\u00e9ronde). Dank dem, bei dieser Aktion gesammelten Geld, k\u00f6nnen f\u00fcnfzehn neue Sch\u00fcler am Schuljahresanfang 1908 aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Gebrauchte Briefmarken sind im Institut ebenfalls gefragt, um einen kleinen Gewinn zu erzielen. Die damaligen Zeitschriften schreiben, dass \u00ab die kleinen Walliser Chinesen \u00bb sich damit befassen.<\/p>\n<p>1910, 1911 und 1912 wird Werbung f\u00fcr Bienenst\u00f6cke gemacht, die von den kleinen Pension\u00e4ren auf Mass angefertigt werden. \u00ab Gutes Material, sorgf\u00e4ltige Verarbeitung \u00bb, kann man in den Zeitungen lesen.<\/p>\n<p>Im November 1911 stirbt Schwester Bernalde im Alter von 49 Jahren. Sie wird in G\u00e9ronde begraben.<br \/>\nAb 1913 verpestet die nahe gelegene Fabrik von Chippis den H\u00fcgel von G\u00e9ronde, die Weinberge, die Landschaft, die B\u00e4ume und die Kinder werden sogar krank.<\/p>\n<p>1915 besuchen sechzig Kinder das Institut ; die Zahl ist stetig steigend. Am 17. Juli 1919, feiert das Institut sein 25-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Dank ihm haben mehr als tausend Kinder von einer Schulbildung profitiert. Von zivilen Beh\u00f6rden und religi\u00f6sen Autorit\u00e4ten wird eine W\u00fcrdigung \u00fcberreicht.<\/p>\n<p>Bald danach werden Renovierungsarbeiten n\u00f6tig. Der Staatsrat stimmt 1922 daf\u00fcr und investiert 40 bis 50 Tausend Franken. Der Innenraum des Geb\u00e4udes (fr\u00fchere romanische Kirche im XI. Jahr.), wird zu zwei Etagen ausgebaut, um Platz zu gewinnen.<\/p>\n<p>Am 1. Oktober 1924 beginnen siebzig Sch\u00fcler das neue Schuljahr ; alle Pl\u00e4tze sind belegt. Es gibt f\u00fcnf Klassen mit Taubstummen, drei franz\u00f6sische und zwei deutsche Klassen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;867&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;869&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584022914{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]1927 sind es neunzig Pension\u00e4re und 1928 m\u00fcssen f\u00fcnfzig zur\u00fcckgewiesen werden. Ein Experte r\u00e4t, das Geb\u00e4ude zu wechseln, wegen der in der Nachbarschaft liegenden, gef\u00e4hrlichen Fabrik von Chippis. Zur gleichen Zeit werden geheime Verhandlungen zwischen dem Kanton Wallis und dem Hotel de l\u2019Aiglon, das sich in Le Bouveret befindet, gef\u00fchrt. Die Angelegenheit ist finanziell von grossem Vorteil. Der Staatsrat l\u00e4sst eine Umbaustudie anfertigen, um 300 Kinder unterbringen zu k\u00f6nnen. Einige sind dagegen, weil sich das Hotel in einer abgelegenen Gegend befindet und das Klima feucht und neblig ist, aber es w\u00e4re viel teurer, ein neues Institut ab nihilo zu bauen. So wird am 25. August 1928 der Kanton zum Besitzer des H\u00f4tel de l\u2019Aiglon in Le Bouveret, dem zuk\u00fcnftigen Institut f\u00fcr Taubstumme. Das Wohnzimmer wird zur Kapelle umgebaut und die B\u00e4der zu Wohnungen f\u00fcr die Schwestern. Noch vor der offiziellen Er\u00f6ffnung sind fast 150 Kinder angemeldet\u2026[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584042819{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Le Bouveret<\/h3>\n<p>Am 23. November 1929 kann das neue Geb\u00e4ude von Le Bouveret 131 Sch\u00fcler aufnehmen.<\/p>\n<p>Es sind siebzig Kinder mit Schwierigkeiten und einundsechzig Geh\u00f6rlose. Der Zulauf ist gross und neue Klassen m\u00fcssen er\u00f6ffnet werden. Das neue Institut z\u00e4hlt 11 Klassen, davon 6 f\u00fcr Geh\u00f6rlose, 4 f\u00fcr Kinder mit Schwierigkeiten und eine Haushaltsklasse f\u00fcr M\u00e4dchen im letzten Schuljahr.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;871&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;873&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584070432{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]Im November besuchen die Staatsr\u00e4te das Institut von Le Bouveret, in Begleitung von Herrn Nicolas, Vertreter der Firma Philips in Sitten, mit der Absicht, Versuche mit Funkmikrophonen durchzuf\u00fchren. Dabei sollen die Auswirkungen von Schallwellen auf die Bewohner gepr\u00fcft werden. Vierzig Sch\u00fcler bekommen einen Helm aufgesetzt und zum ersten Mal in ihrem Leben k\u00f6nnen sie ein Konzert mitverfolgen. Nach dem Konzert werden mit \u00dcbertragungsmikrofonen Versuche gemacht. Eine Lehrperson unterrichtet mit dem Mikrofon. Der Unterrichtsstoff wird von allen Sch\u00fclern mit Helm sehr aufmerksam verfolgt. Es handelt sich um die ersten Untersuchungen dieser Art in der Schweiz. Die Direktion des Volksschuldepartements, dem das Institut von Le Bouveret untersteht, m\u00f6chte die Radiophonie f\u00fcr alle Lektionen einf\u00fchren. Die Versuche werden in gr\u00f6sserem Rahmen weitergef\u00fchrt und zeigen \u00fcberraschende Resultate. Staatsrat Walpen, der alles in seiner Macht Stehende veranlasst, um eine Weiterf\u00fchrung voranzutreiben, besucht das Institut Le Bouveret und ist von den erzielten Resultaten begeistert. Bewilligungen, das Institut zu besuchen, gehen nach London, Prag und Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Im Dezember 1930 ist die Titelseite des \u00ab Nouvelliste \u00bb der Einweihung des Instituts gewidmet. Eine grosse Menschenmenge besucht diese Feier. Das Institut ist geschm\u00fcckt und die Begr\u00fcssung wird von den Kindern vorgetragen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column][vc_single_image image=&#8220;875&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584090125{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]Im Januar 1946 z\u00e4hlt das Institut 12 Klassen und 146 Kinder, davon 31 geh\u00f6rlos. Der Besuch des \u00ab Schmutzli \u00bb im Dezember bringt einige Kinder zum Weinen.<\/p>\n<p>Bald ist wieder eine Vergr\u00f6sserung notwendig. 1951 muss man sogar f\u00fcnfzig Kinder wegen Platzmangel ablehnen. 1954 wird ein Kredit f\u00fcr das Institut bewilligt.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column][vc_single_image image=&#8220;877&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584119401{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]Im Juni 1958, dank dem Architekten Mathey, wird das Geb\u00e4ude umgestaltet. Ein weiteres Stockwerk wird gebaut. Die R\u00e4ume werden gesegnet und eingeweiht. Zu diesem Anlass bereiten die Sch\u00fcler eine Theaterauff\u00fchrung vor und die Feierlichkeiten werden mit einem Bankett abgeschlossen.<\/p>\n<p>Dank dem Verkauf von viertausend Briefmarken, wird dem Institut Anfang 1959 ein Fernseher geschenkt.<\/p>\n<p>Ein Presseartikel vom 23. M\u00e4rz 1960, befasst sich mit \u00ab der Studie von Zahlen in Farbe \u00bb (farbigen Zahlenst\u00e4bchen). Diese Methode von Georges Cuisinaire wird in Le Bouveret mit Erfolg angewendet. Der Blick und die Ber\u00fchrung werden dabei genutzt, was zu schnellen Lernerfolgen bei den geh\u00f6rlosen Kindern f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Am Samstag, 24. Oktober 1964 wird das 25-Jahr Jubil\u00e4um des Geh\u00f6rlosenvereins Wallis im Institut gefeiert. Mehr als hundert Teilnehmer erweisen dem Pr\u00e4sidenten, Joseph Andereggen und den Schwestern des Instituts die Ehre. Eine grosse Theaterauff\u00fchrung mit gemimten Szenen findet statt.<\/p>\n<p>Kurz nach Schuljahresbeginn, 1968, besuchen die Kinder eine Vorstellung des Zirkus Knie. Sie besitzen neues Schulmaterial : einen Bildschirm und Dias. Nach den Winterferien kommen einige Kinder mit Gelbsucht zur\u00fcck und die Epidemie breitet sich im Institut aus. Zum Gl\u00fcck verl\u00e4uft sie gut und nach Ostern k\u00f6nnen die Kinder wieder in die Schule zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Mai wird vom ASAM (Verein geh\u00f6rloser und blinder Menschen) ein Schreibwettbewerb veranstaltet und Francis Chatriand gewinnt diesen Wettbewerb im Alter von 15 Jahren f\u00fcr Le Bouveret.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Direktor Fracheboud, im Dezember 1967, wird Staatsrat Marcel Gross sein Nachfolger.<\/p>\n<p>1969 schaut man die erste Mondlandung am Fernsehen.<\/p>\n<p>Die Knaben, welche das Institut verlassen, setzen, wenn m\u00f6glich, ihre Ausbildung in Lausanne fort, in einem Lehrvorschulkurs f\u00fcr von Geh\u00f6rlosigkeit betroffene Sch\u00fcler. Die M\u00e4dchen k\u00f6nnen auch dorthin, m\u00fcssen jedoch vorher die beiden Haushaltlehrg\u00e4nge im Institut besuchen. Die Sch\u00fcler vom Oberwallis bevorzugen eine Weiterbildung in der Deutschschweiz.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1980 organisiert das Institut ein Skilager in Anz\u00e8re und einen Ausflug in den Jura f\u00fcr die Oberstufe. Die Anzahl Kinder ist r\u00fcckl\u00e4ufig, bei Schuljahresbeginn im Herbst wird die Oberstufe in diejenige des Instituts in Freiburg integriert. Danach gibt es nur noch Klassen der Mittelstufe. Es muss f\u00fcr die schulische Zukunft eine Entscheidung getroffen werden. Dies ist das Ende des Instituts von Le Bouveret.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude geh\u00f6rt immer noch dem Wallis und wird seit 1986 an eine bekannte Hotelfachschule, das Hotelier Internat \u00ab C\u00e9sar Ritz \u00bb vermietet.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642584188039{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Les Collines<\/h3>\n<p>Ende der siebziger Jahre, auf der Suche nach einer Schule f\u00fcr ihren Sohn, vernimmt Rosy Tschopp von Pfarrer Firmin Rudaz, dass es Ger\u00fcchte betreffend einer baldigen Schliessung des Instituts von Le Bouveret gebe. Die Kinder sollen demnach auf Wunsch der Eltern entweder in Freiburg, Lausanne oder Genf integriert werden. Vier Familien schliessen sich daraufhin zusammen und beschliessen, 1976 einen Verein zu gr\u00fcnden : den Verein Eltern von Kindern mit H\u00f6rbehinderung (APEDAV). Auf Anfrage des Eltern-Mitglieds Herr Lathion, setzt sich Herr Dupont, Pr\u00e4sident von Vouvry und Abgeordneter, im Grossen Rat f\u00fcr sie ein.<\/p>\n<p>Die Doktorin De Wolf (h\u00f6rend) k\u00e4mpft ebenfalls seit mehreren Jahren mit grossem Elan, indem sie Geld spendet und die Anliegen der Geh\u00f6rlosen vertritt, sich mit allen praktischen Vorst\u00f6ssen befasst, um schliesslich eine spezialisierte Klasse in einer Walliser Schule zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Sie werden schliesslich geh\u00f6rt und die Wahl des Schulstandorts f\u00e4llt auf Sitten. Bernard Amherdt, Bildungsdirektor, informiert den Verein, dass die Bem\u00fchungen f\u00fcr die Er\u00f6ffnung einer Sonderschulklasse beim Departement f\u00fcr Volksschulbildung und dem B\u00fcro f\u00fcr Sozialversicherungen erfolgreich gewesen seien.<\/p>\n<p>So wird im September 1978 eine Klasse nur f\u00fcr H\u00f6rbehinderte im Centre des Collines (Zentrum von Les Collines) er\u00f6ffnet. Das Wallis wird also zum Wegbereiter in der Westschweiz. Es ist dem Waadtland voraus, welches ein Jahr sp\u00e4ter eine \u00e4hnliche Struktur vorschl\u00e4gt. Die Sch\u00fcler, die am Ende ihrer Schulzeit in Le Bouveret sind, gehen nach Freiburg ins Institut von Guintzet. Die j\u00fcngeren gehen nach Sitten. Der Verein arbeitet eng mit dieser neu gegr\u00fcndeten Klasse zusammen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column][vc_single_image image=&#8220;879&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642589580188{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]Bei Beginn ihrer Er\u00f6ffnung, nimmt die Klasse sieben h\u00f6rbehinderte Kinder auf. Die Sch\u00fcler werden von einer Sonderp\u00e4dagogin, Marlyse Beney, einer Logop\u00e4din, Elisabeth Sierro und einer Erzieherin, Marie-Claude Sauthier betreut. Die Integration der Sch\u00fcler findet von Anfang an statt; sie besuchen sogar eine Anzahl Stunden in Klassen von H\u00f6renden.<\/p>\n<p>Ein Geb\u00e4rdensprachkurs wird ab 1979 von Marie-Louise Fournier unterrichtet, welche auch da Pionierarbeit in der Westschweiz leistet. Der Kurs wird nicht nur vom Lehrpersonal der H\u00f6rbehindertenklasse, sondern auch von den Lehrerinnen der Integrationsklassen besucht.<\/p>\n<p>Der Kindergarten, um welchen sich Elisabeth Gilloz k\u00fcmmert, \u00f6ffnet und schliesst je nach Bedarf. 1983 z\u00e4hlt die Kindergartenklasse 5 Sch\u00fcler, die von verschiedenen Gegenden des Zentral-Wallis kommen (Leytron, Is\u00e9rables, Savi\u00e8se, Haute-Nendaz und Sitten) und eine neue Logop\u00e4din, Fr\u00e4ulein Christine Bagnoud, vervollst\u00e4ndigt das Team.<\/p>\n<p>Eine Primarklasse mit sechs Sch\u00fclern, von denen eines ein paar F\u00e4cher in der Sekundarschule besucht, werden von Alain Chevalley betreut, in Zusammenarbeit mit der Logop\u00e4din Jo\u00eblle Doyen.<\/p>\n<p>Die Kinder, welche am Mittag nicht nach Hause k\u00f6nnen, werden von zwei Erzieherinnen betreut. Sie essen im Heim St-Gu\u00e9rin, das in der N\u00e4he von Les Collines liegt.<\/p>\n<p>1984 bekommen die Sch\u00fcler Lektionen in Rhythmik, die sie besonders m\u00f6gen und nehmen an allen Veranstaltungen teil, die von der Schule organisiert werden. \u00dcberall dort, wo es m\u00f6glich ist, werden die Kinder in den Unterricht mit den H\u00f6renden integriert.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1637071764345{padding-bottom: 50px !important;}&#8220;][vc_column][vc_single_image image=&#8220;881&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;max-width-940&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;rst-custom-text ssv-histoire-h3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1642589615995{margin-bottom: 50px !important;}&#8220;]Das Hauptproblem besteht darin, einen harmonischen \u00dcbergang von der Schule zum Berufsleben zu schaffen. In den Lektionen wird versucht, die Sch\u00fcler mit Besuchen in Firmen oder mit Schnupperlehren auf ein Studium oder eine Lehre vorzubereiten. Einige Jugendliche besuchen das Fach Mathematik in der Sekundarschule, andere beginnen eine Lehre und werden dabei weiterhin von ihrem ehemaligen Lehrer unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Rolande Praplan gibt seit 1986 in Les Collines Geb\u00e4rdensprachkurse. 1987 wird ein spezieller Raum f\u00fcr Psychomotorik im Zentrum eingerichtet. Und 1988 unterst\u00fctzt der Verein APEDAV die Beschaffung eines Computers f\u00fcr die Klasse von Herrn Chevalley.<\/p>\n<p>1988 wird das 20-Jahr Jubil\u00e4um der Sonderklassen f\u00fcr Geh\u00f6rlose in der Schule von Les Collines gefeiert. Die Feier f\u00e4llt auf den gleichen Tag, wie der Tag der Westschweizer Sch\u00fcler, den 5. Juni. Ein weiter Weg ist in diesen zwanzig Jahren zur\u00fcckgelegt worden. Die Klasse hat nun eine richtige Aufnahmestruktur: zwanzig Kinder sind in drei Kindergarten- und Primarklassen eingeteilt und ein Kindergarten betreut vier Kleinkinder im Alter von 2 \u2013 4 Jahren. Die Zahl der Betreuer hat sich auch vergr\u00f6ssert: Sonderp\u00e4dagogen, Erzieherinnen, Logop\u00e4dinnen, Psychomotorikerinnen, Katechetinnen und geh\u00f6rlose Erwachsene. Die Wahl der Kommunikation (Geb\u00e4rdensprache oder gesprochene Sprache) wird bei jedem einzelnen aufgrund des Entscheids der Eltern oder den F\u00e4higkeiten des Kindes ber\u00fccksichtigt. Die Gemeinschaft von solchen Klassen und normalen Klassen im gleichen Geb\u00e4ude ist ideal f\u00fcr eine gute Integration von geh\u00f6rlosen Sch\u00fclern.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der 20-Jahr Feier zeigt eine Fotoausstellung die Geschichte von G\u00e9ronde und Le Bouveret und ein grosses Theater wird im Amphitheater von St. Gu\u00e9rin aufgef\u00fchrt. Im Heim von St. Gu\u00e9rin wird ein Buffet f\u00fcr 200 Personen bereitgestellt. Philippe Steiner, Pr\u00e4sident der APEDAV und Claudy Fournier, Vize-Pr\u00e4sident des GVW, moderieren den Abend. St\u00e9phane Faustinelli, Pr\u00e4sident der Katholischen Gemeinschaft der Geh\u00f6rlosen im Wallis dankt Danielle Revaz f\u00fcr den Religionsunterricht f\u00fcr geh\u00f6rlose Kinder seit 1978.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1634954032193{padding-bottom: 70px !important;}&#8220; el_class=&#8220;back-wrapp&#8220;][vc_column][vc_btn title=&#8220;Zur\u00fcck zum Anfang der Seite&#8220; style=&#8220;classic&#8220; shape=&#8220;square&#8220; link=&#8220;url:%23menu&#8220; el_class=&#8220;rst-back-top&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=&#8220;Geschichte des Geh\u00f6rlosenverein Wallis&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:50px|text_align:center|color:%23000000|line_height:1.2&#8243; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;rst-heading-title&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1642583736735{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 45px !important;}&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row_content_no_spaces&#8220; el_id=&#8220;menu&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1640168850202{background-color: #f2f2f2 !important;}&#8220;][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1640168883470{padding-top: 35px !important;padding-bottom: 35px !important;}&#8220; el_class=&#8220;rst-custom-bg-menu&#8220;][vc_column_text el_class=&#8220;rst-menu-child&#8220;] 1. Worwort 2. Zeitachse 3. Die Geh\u00f6rlosen und das Vereinsleben 5. Die Geh\u00f6rlosen und das sozioprofessionelle Leben 6. Die Geh\u00f6rlosen und der Sport 7. Die Geh\u00f6rlosen und die Religion [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1664,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1686","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1686"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1686\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1980,"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1686\/revisions\/1980"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ssvalais.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}